Mikrozerspanung bei PräWeba mit Werkzeugen von Hufschmied

Spezialanwendung Prägewalzen

Die Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH hat für den Walzenspezialisten PräWeba ein individuelles Fräswerkzeugset entwickelt, das bei der Fertigung von Prägewalzen zwischen 2,5- und 4-mal längere Standzeiten möglich macht – bei gleichbleibender Qualität. Die Anzahl der Werkzeugwechsel konnte mehr als halbiert werden. Das Werkzeugset besteht aus einem Standardkugelfräser der Produktreihe „Hard-Line“ sowie aus kundenspezifischen Spezialentwicklungen.

Im Einsatz: ein kurzschaftiger Hartmetallfräser von Hufschmied – speziell für die Mikrozerspanung bei PräWeba entwickelt

Im Einsatz: ein kurzschaftiger Hartmetallfräser von Hufschmied – speziell für die Mikrozerspanung bei PräWeba entwickelt. Bildquelle: Hufschmied Zerspanungssysteme

Prägewalzen, wie man sie zur Strukturierung und Texturierung von Oberflächen verwendet, stellen in der Herstellung hohe Anforderungen: In hartem Material bis 52 HRC müssen winzige Strukturen mit maximaler Wiederholgenauigkeit erzeugt werden – die Toleranzen liegen bei etwa 10 µm. Zwanzig bis vierzig Stunden werden solche Walzen auf den CNC-Graviermaschinen bei der PräWeba Gravier- und HSC-Technik GmbH im Harz bearbeitet.

Bei einer solchen Mikrozerspanung mit höchsten Ansprüchen an die Wiederholgenauigkeit macht sich bereits eine nur mäßige Abnutzung des Werkzeugs bemerkbar. Wird das Werkzeug gewechselt, können sichtbare Unterschiede in den Strukturen entstehen, die dann aufwendig in der Nachbearbeitung herauspoliert werden müssen. Werkzeuge anderer Hersteller schwankten teilweise stark in der Güte von Material und Beschichtungen, so dass PräWeba bisher gezwungen war, bei den Standzeiten großzügige Sicherheitspuffer einzubauen. Mit der Folge, dass bei einigen der Prägewalzen vier bis fünf Werkzeugwechsel nötig waren – neben höheren Kosten auch ein entsprechender Zeitfaktor im Prozess.

Gleichbleibend hohe Qualität durch Eigenfertigung

„Seit 2007 stellen wir unsere prozess- und materialoptimierten Werkzeuge in Eigenfertigung her. Der Vorteil: Von der Materialzertifizierung und -prüfung über jeden Fertigungsschritt bis zur Auslieferung des Werkzeugs haben wir volle Kontrolle über den gesamten Fertigungsprozess. Wir waren uns deshalb sicher, mit gleichbleibender Qualität und zuverlässigen Standzeiten überzeugen zu können“, sagt Dennis Rathmann, technischer Berater bei der Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH.

Das Werkzeugset für PräWeba besteht aus einem Kugelfräser aus dem Standardsortiment von Hufschmied sowie speziell entwickelten Schaft- und Kugelfräsern.

Für die Spezialwerkzeuge wurden, abgestimmt auf das Material der Walzen, die Schneidengeometrien verändert sowie die Vorbehandlung und Beschichtung der Werkzeuge angepasst. Der Schaftfräser hat einen Durchmesser von 1 mm und zwei Schneiden. Als Schlichtwerkzeuge für die Gravuren kommen zwei Kugelfräser mit den Durchmessern 0,4 und 0,8 mm zum Einsatz. Mit dem neuen Werkzeugset lassen sich die Prägewalzen deutlich effizienter schruppen und schlichten. Der außerdem verwendete Standardkugelfräser mit zwei Schneiden und einem Durchmesser von 2 mm ist für das Schruppen im Bearbeitungsbereich bis 72 HRC bestens geeignet.

Das Hufschmied-Werkzeugset für PräWeba (v. l.): HC632-Schlichtfräser, HHF646 Hochvorschub-fräser, HC644 Schlichtfräser. Bildquelle: Hufschmied Zerspanungssysteme

Massive Standzeiterhöhungen, weniger Nacharbeiten

„Mit den Hufschmied-Spezialwerkzeugen kommen wir bei aufwendigen Prägewalzen mit zwei Werkzeugwechseln aus, wo wir früher vier bis fünf einplanen mussten. Insgesamt konnte Hufschmied Standzeiterhöhungen zwischen Faktor 2,5 und 4 erreichen. Und die hohe Qualität reduziert unseren Aufwand für Nacharbeiten nachhaltig“, freut sich Rolf Stilzebach, Geschäftsführender Gesellschafter der PräWeba GmbH.

Verfügbares Bildmaterial
Folgendes Bildmaterial steht druckfähig im Internet zum Download bereit: http://www.htcm.de/kk/hufschmied

 

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